Tod per Knopfdruck: ein Ex-Drohnenpilot über den geheimen US-Drohnenkrieg

19.02.2016, Diverses

Mittwoch, 16.3.2016, 18.30 – 20.30 Uhr

in der Denkerei am Oranienplatz 2, 10999 Berlin 

Podiumsdiskussion mit

  • Brandon Bryant
    ehemaliger Drohnenpilot bei der US Air Force und Whistleblower
  • John Goetz
    Rechercheteam »Geheimer Krieg« der Süddeutschen Zeitung, der ARD, des WDR und des NDR
  • Niema Movassat
    Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, DIE LINKE
  • Eröffnungsrede von Sahra Wagenknecht
    Fraktionsvorsitzende DIE LINKE
Brandon Bryant war fünf Jahre lang Drohnenpilot für die US Airforce und hat an tödlichen Drohneneinsätzen der USA mitgewirkt. 2011 stieg er aus dem Drohnenprogramm aus, weil er es nicht länger mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, Teil dieser Tötungsmaschinerie mit vielen zivilen Opfern zu sein. Er lehnt heute den globalen US-Drohnenkrieg ab.

Als Whistleblower wird Brandon Bryant in eine Reihe mit Julian Assange und Edward Snowden gestellt. Seit Dezember 2012 deckte er als Insider in zahlreichen Interviews auf, wie die USA den globalen Drohnenkrieg führen. Immer wieder wies er auf die essentielle Rolle von Ramstein hin. Für seine Enthüllungen nimmt er bis heute dienst- und strafrechtliche Verfolgung in Kauf. Bryant nahm am 16. Oktober 2015 den Whistleblower-Preis der deutschen Sektion der Juristinnen und Juristen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA) und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) entgegen. Ohne Brandon Bryant wären viele Informationen über den US-Drohnenkrieg der Öffentlichkeit heute nicht bekannt.

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