taz.de: Die Frage nach dem fairen Anteil

04.04.2017, Presseecho

taz.de, 03.04.2017, Eva Oer

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Für die Entwicklungsexperten der Opposition ist aber klar: Was die Soforthilfe für die Hungernden angeht, muss Deutschland mehr leisten. „Wir fordern, dass die Bundesregierung zumindest 8 Prozent, besser 10 Prozent der von der UN veranschlagten notwendigen ­Mittel zur Verfügung stellt. Dies wären rund 400 Millionen Euro“, erklärte Niema Movassat, Sprecher für Welternährung bei der Linken-Fraktion. Die Prozentzahl orientiere sich am deutschen Regelbeitrag für die UN.

Doch für „humanitäre Hilfsmaßnahmen“ in diesen Krisen hat das AA seit Anfang 2017 bislang nur 40 Millionen Euro für den Südsudan, rund 30 Millionen Euro für Somalia und 100 Millionen Euro für Nordost Nigeria und die Tschadseeregion bereitgestellt, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die 100 Millionen Euro sollen allerdings verteilt auf die Jahre 2017 bis 2019 fließen.

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