Solidarität mit den Streikenden des öffentlichen Dienstes des Landes

12.02.2019, Pressemitteilung Essen

Heute streikten mehrere hundert Beschäftigte des öffentlichen Diensts des Landes in Essen. Sie zogen vom Universitäts-Klinikum Essen zum Willy-Brandt-Platz. Ihre Forderungen von sechs Prozent mehr Lohn und mindestens 200 Euro zusätzlich pro Monat erhält die volle Zustimmung der Linken. Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der Linken in Essen erklärt, er unterstütze die Forderungen der Kolleginnen und Kollegen vollumfänglich und er solidarisiere sich mit den Streikenden:

"Angesichts der Milliardenüberschüsse der Länder und der Entwicklung der Steuereinnahmen ist ein deutliches Einkommensplus finanzierbar. Als Linke erwarten wir deshalb von den Länder, dass sie bei den anstehenden Verhandlungsrunden ihre Blockadehaltung aufgeben und ein substanzielles Angebot vorlegen."

Von einem Tarifabschluss würden in NRW etwa 190.000 Landesbeschäftigte profitieren. Gerade in Essen käme ein guter Abschluss der arg gebeutelten Uniklinik zugute, so Movassat.

"Gerade im Krankenhaussektor müssen wir dringend nachlegen. Arbeitsbelastung, niedrige Gehälter bei hohem Arbeitspensum und die Ausbildungssituation müssen verbessert werden. Ein attraktiver und gut funktionierender Öffentlicher Dienst ist besser für uns alle – und nicht zum Nulltarif zu haben!"

Neben den Beschäftigten des Essener Klinikums streikten auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz, der Universität Duisburg-Essen, der Hochschule Ruhr-West und Beamte aus verschiedenen Abteilungen.

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