Schriftliche Frage: Bundesregierung hält an privaten Partnern in der Entwicklungspolitik fest

19.11.2015, Schriftliche Fragen

Schriftliche Frage Nr. 10/079 vom 11.11.2015

Welche Überlegungen spielten bei der – nach meinem Informationsstand schon getroffenen – Entscheidung eine Rolle, die German Food Partnership über die laufenden Projekte hinaus nicht mehr weiterzuführen, und inwiefern wird eine Evaluierung der GFP hinsichtlich ihres entwicklungspolitischen Nutzens und der nachhaltigen Förderung kleinbäuerlicher Strukturen sowie der prinzipiellen Chancen und Risiken von Public Private Partnerships in der Entwicklungszusammenarbeit erfolgen?

Antwort des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Die German Food Partnership (GFP) ist, wie bereits in den Gründungsdokumenten vorgesehen war, am 31.03.2015 formell ausgelaufen. Die GFP hatte das Ziel, Projekte mit einer klaren entwicklungspolitischen Zielsetzung zu entwickeln und Synergien zwischen verschiedenen Partnern aus Privatwirtschaft und öffentlicher Hand zu nutzen. Diese Aufgabe hat sie erfolgreich erfüllt und wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit gesetzt. Diese Impulse und Lernerfahrung werden im Sinne der Nachhaltigkeit in zukünftige Kooperationen einfließen. Die Projekte „Better Rice Initiative Asia (BRIA), „Potato Initiative Afria“ (PIA) und „Competetive African Rice Initative“ (CARI) werden in Kooperation mit den privaten und öfentlichen Partnern vor Ort weiter umgesetzt. Die Durchführung der Projekte war und ist von der Weiterführung der GFP unabhängig.

Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) führt bereits, auch aufgrund entsprechender Wünsche aus dem parlamentarischen Raum, eine Evaluierung von develoPPP.de durch (vgl. http://www.deval.ord/de/evaluierungen.html). Darüber hinaus werden die GFP sowie weitere Maßnahmen der öffentlich-privaten Zusammenarbeit im Bereich Landwirtschaft voraussichtlich eine Rolle mit dem neuen Evaluierungsprogramm 2016ff spielen, das DEval zurzeit finalisiert. Eine endgültige Entscheidung zum Programm wird noch 2015 erfolgen.

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