Niema Movassat (MdB, DIE LINKE) unterstützt Anliegen Oberhausener Hebammen

28.05.2014, Pressemitteilung

Anlässlich des am 28.05.2014 in der NRZ erschienenen Artikels „Hebammen in Oberhausen bangen um ihre Existenz“ erklärt Niema Movassat, Oberhausener Bundestagsmitglied der Partei DIE LINKE:

„Hebammen bringen Leben auf die Welt, verdienen aber nicht genug, um selbst überleben zu können. Diesen Widerspruch aufzulösen, ist Aufgabe der Politik. Es kann nicht sein, dass auf Wahlplakaten, wie zuletzt zu den Europa- und Kommunalwahlen - öffentlichkeitswirksam Kinderfreundlichkeit zur Schau gestellt wird, wenn es aber um Geburtshilfe geht, werden Eltern und Entbindungshelferinnen alleine gelassen.

Die Bezahlung der Hebammen ist erbärmlich, freiberuflich Tätige könnten damit nur selten den jetzt beschlossenen Mindestlohn von 8,50 Euro erreichen. Die in den vergangenen Jahren massiv gestiegenen Versicherungsprämien führen dazu, dass viele Hebammen ihren Beruf ganz aufgeben müssen.

In spätestens sechs Wochen bis zum 01.07. muss die Politik eine langfristige Lösung gefunden haben. Andernfalls würden wir Müttern und Hebammen zumuten, Betreuungsverhältnisse einzugehen, von denen nicht klar ist, ob zum Zeitpunkt der Geburt noch eine versicherungsrechtliche Grundlage besteht. Das ist völlig indiskutabel. Seit 2010 liegt der Vorschlag der LINKEN zu einem Haftungsfonds für alle Gesundheitsberufe auf dem Tisch. Gesundheitsminister Gröhe ist gefordert, diesen zu prüfen und zu übernehmen oder endlich einen eigenen Lösungsvorschlag zu unterbreiten."

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