Monitor: Afrika-Politik der Bundesregierung: Millionen für Despoten

13.12.2016, Presseecho

MONITOR, 08.12.2016

Unterwegs im Norden des Kongo. Palmölplantagen so weit das Auge reicht. Sie sollen ein Vorzeigeprojekt europäischer Entwicklungspolitik sein. Über 100 Millionen Dollar Entwicklungsgelder aus Europa hat der Konzern Feronia dafür bekommen. Damit es den Menschen besser geht. Ein Vorzeigeprojekt? Von den Arbeitern von Feronia hören wir etwas ganz anders. Bei ihnen kommt von dem Geld offenbar nichts an.

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Niema Movassat (Die Linke): „Der Kongo ist eines der korruptesten Länder der Welt. Es ist schon überhaupt fragwürdig dort in dieser Form zu investieren, in Unternehmen, die dann auch noch so verquickt sind mit einem korrupten Staat, über Bin Karubi, der dort wichtige Rollen gespielt hat.“

Und MONITOR liegen weitere Dokumente vor, die zeigen, wie Bin Karubi offenbar in großem Stil mitverdient hat. 2014 gründet Bin Karubi mit Feronia eine weitere Firma. Diese taucht in keinem Finanzbericht auf. Als sie nach ein paar Monaten verschwindet, sind durch sie 23 Millionen Dollar abgewickelt worden. [...]

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