LINKE solidarisiert sich mit den Beschäftigten des Uniklinikums

13.06.2018, Pressemitteilung Essen
Solidarität mit Pflegekräften

Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der LINKEN, begrüßt die Ankündigung von Verdi, eine Urabstimmung für einen Erzwingungsstreik durchzuführen und zeigt Verständnis für die Beschäftigten des Uniklinikums:

„Der Klinikvorstand hat jahrelang nur zugesehen, wie Pflegekräfte durch die hohe Arbeitsbelastung krank werden. Diese Überarbeitung hat Folgen: Im Durchschnitt wechseln Pflegekräfte nach 13 Jahren schon den Beruf. DIE LINKE prangert bereits seit Jahren an, dass die von der SPD eingeführten Fallpauschalen zu einer Ökonomisierung deutscher Krankenhäuser geführt haben. Es wird nicht darauf geschaut, was gut für den Patienten ist, sondern nach den Operationen, die nach Fallpauschale Geld bringen.“

Die Linke im Bundestag setzt sich bereits seit Jahren für die Abschaffung des Fallpauschalensystems, mehr Pflegepersonal und höhere Löhne ein. Der Warnstreik kann daher aus Sicht der Linken nur ein Auftakt sein. „Auch die Landes- und Bundesregierung haben versprochen, die Pflege zu entlasten. Diesem Versprechen hätte sie nachkommen können und den Druck auf den landeseigenen Betrieb erhöhen müssen. Das haben sie nicht getan. “, schließt Movassat.

Laut Movassat gelte es nun, Druck auf das Klinikum aufzubauen, um eine verbindliche Personaluntergrenze zu vereinbaren und so die Arbeitsbelastung zu reduzieren.

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