Graue Wölfe: Arena trägt alleinige Verantwortung

18.04.2015, Pressemitteilung vor Ort

Zu den Äußerungen von Arena-Sprecher Florian Wels (vgl. hier) erklärt Niema Movassat, Oberhausener Bundestagsabgeordneter (DIE LINKE):

„Es ist völlig absurd, dass die König Pilsener Arena so tut, als ob sie den Faschisten der Grauen Wölfen die Halle hat vermieten müssen. Die Arena ist ein privater Veranstalter und entscheidet daher weitgehend frei darüber, wem sie ihre Halle vermietet. Es gibt keinen rechtlichen Zwang – aus keinem Gesetz – die Halle vermieten zu müssen. Der Verweis auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist eine Ausrede. Keiner der Fälle des § 2 AGG, der den Anwendungsbereich des Gesetzes umschreibt, ist einschlägig. Herr Wels sollte daher aufhören, die Bevölkerung für dumm zu verkaufen. Die Arena hat sich die Grauen Wölfe freiwillig als Vertragspartner ausgesucht und muss mit der scharfen Kritik leben. Wie unsensibel man als Arena Oberhausen ist, zeigt sich zudem darin, dass Herr Wels die Kritik als „unfair“ bezeichnet. Nichts ist daran „unfair“, eine Veranstaltung von 10.000 Faschisten in Oberhausen zu kritisieren – die Kritik ist vielmehr absolut berechtigt. Die Arena sollte den Vertrag unverzüglich kündigen. Sonst trägt sie alleine die Verantwortung dafür, dass am 26.4. ungefähr 10.000 Faschisten in Oberhausen sein werden.

Im Übrigen habe nicht ich behauptet, dass die Stadt Oberhausen „grünes Licht“ für die Veranstaltung gegeben hat, wie im o.g. Artikel gesagt wird, sondern habe diese Behauptung der Erklärung der Arena Oberhausen entnommen. Darin heißt es u.a.: Wir können euch versichern, dass wir bereits bei Anfrage des Veranstalters umgehend das Gespräch und den Rat der Ordnungsbehörden […] eingeholt haben[…]. Da wir von diesen Seiten keine Aufforderung zur Unterlassung der Vermietung der Versammlungsstätte erhalten haben […] bestand und besteht aktuell kein Grund den Veranstalter oder die Art der Veranstaltung anzuzweifeln und / oder eine Vermietung der König-Pilsener-ARENA nicht vorzunehmen. (https://www.facebook.com/koenigpilsenerarena/posts/944403658926664:0). Daher ist es die Arena Oberhausen, die behauptet, die Stadt Oberhausen habe keine Kritik an der Veranstaltung geübt. Es wäre daher an der Stadt, hier endlich eine Richtigstellung vorzunehmen. 

 

 

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