Bettentour in Dinslaken, Oberhausen und Essen

24.08.2015, News Dinslaken

Derzeit tourt die LINKE-Bettentour durch ganz NRW. Heute machte sie halt in Dinslaken. Morgen ist sie in Oberhausen und Essen. Ich werde bei allen drei Aktionen dabei sein. Es handelt sich um eine kreative Aktion: Mitten in den Fußgängerzonen werden mehrere Krankenhausbetten, an deren Kopfenden Parkuhren sind, die Betrachter zur Zahlung von Liegegebühren auffordern. Damit soll die Kommerzialisierung des Gesundheitssektors angeprangert werden. 

Schon heute in Dinsklaken blieben viele erstaunte Passanten stehen und suchten das Gespräch mit der LINKEN. In den Gesprächen machten die LINKEN Aktivistinnen darauf aufmerksam, dass die Jagd nach Gewinnen und der gnadenlose Wettbewerb mittlerweile weitere Bereiche unseres Gesundheitssystems dominieren. Aus Patientinnen und Patienten werden Kundinnen und Kunden, Gesundheit wird zur Ware. Diese Entwicklung ist das Resultat von politischen Entscheidungen der Bundesregierungen der vergangenen Jahrzehnte. Dabei geht es auch anders: Die soziale und gerechte Alternative bietet eine solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung. Darin ist jeder hier lebende Mensch versichert. Eine umfassende Gesundheitsversorgung für alle und eine Pflege, die sich am Bedarf der Menschen orientiert, ist möglich und finanzierbar.

Auch Kathrin Vogler, LINKE-Gesundheitspolitikerin, war in Dinslaken dabei und führte aus: “Auch wer wenig Geld hat, soll die Möglichkeit haben, seine Gesundheit gut zu erhalten. Alle medizinisch notwendigen Leistungen sind wieder von der Krankenkasse zu bezahlen - das muss drin sein!”

Insbesondere die Beschäftigten im Gesundheitswesen bekommen die Kommerzialisierung zu spüren. Personalmangel, Arbeitsverdichtung, lange Arbeitszeiten und eine untertarifliche Bezahlung sind in diesem Sektor an der Tagesordnung. Krankenhäuser wurden in profitorientierte Unternehmen umgewandelt. Das geht zu Lasten der Belegschaften und wirkt sich unmittelbar auf die Versorgungsqualität aus. Darüber hinaus ist in den Krankenhäusern ein riesiger Investitionsstau aufgelaufen, Jährlich fehlen den Kliniken 2 bis 3 Milliarden Euro für notwendige Bauten und technische Erneuerungen. Insgesamt sind das etwa 50 Milliarden Euro.

 

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