Bericht Veranstaltung gegen den Afghanistankrieg

04.12.2011, Diverses

Am 01.12.2011 durfte ich namens der Linksfraktion im Bundestag im Bochumer Bergbaumuseum zusammen mit meinen Fraktionskolleginnen Sevim Dagdelen und Ingrid Remmers die afghanische Menschenrechtsaktivistin und Politikerin Malalai Joya begrüßen. Vor ca. 75 Besucherinnen und Besuchern ging sie aus afghanischer Sicht auf den nunmehr seit zehn Jahren laufenden NATO Krieg ein. Sie schilderte die dramatische Situation im Land, in dem Warlords, Kriegsverbrecher und Drogenbarone regieren und Korruption tagtäglich immer mehr Menschen ins Elend stürzt.

Die NATO steht auf der Seite dieser herrschenden in Afghanistan und ist damit Teil des Problems und nicht der Lösung. Die Zah der zivilen Opfer nimmt immer weiter zu; die früheren Versprechen des Westens von Demokratie und Wiederaufbau haben sich nicht bewahrheitet. Die Situation vieler Frauen ist weiter dramatisch, Steinigungen, Vergwaltigungen, Ermordungen sind an der Tagesordnung. Ihr Tenor: »Demokratie und Menschenrechte lassen sich nicht herbeibomben, wir können uns nur selbst befreien«.

Die Veranstaltung diente neben der Mobilisierung für die Afghanistandemonstration am 03.12.2011 auch dazu, als LINKE Solidarität mit den demokratischen Kräften in Afghanistan zu bekunden. Diese müssen unter schwierigsten Bedingungen im Land arbeiten und sind erhebliche Gefahren für Leib und Leben ausgesetzt. Zu nennen sind bei den fortschrittlichen Kräften insbesondere die linke Solidaritätspartei Afghanistans (Hizb-e Paiwand-e Melli-ye Afghanistan) und die Frauenrechtsgruppe RAWA (Revolutionary Association of the Woman of Afghanistan).

Im Anhang dieses Artikels findet ihr meinen Beitrag bei der Veranstaltung, in dem ich auf die sogenannte "zivilmilitärische Zusammenarbeit" eingegangen bin und wieso diese massiv zu kritisieren ist. 

Tags Veranstaltung Friedenspolitik Afghanistan