Bericht über die Wahlkreisfahrt im Januar 2020

05.02.2020, Diverses

Vom 28.-31. Januar machte sich eine 50köpflige Gruppe aus NRW im Zuge einer politischen Informationsfahrt auf dem Weg nach Berlin. Die vom Wahlkreisbüro und dem Bundespresseamt organisierte Fahrt findet dreimal im Jahr statt. Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten bieten diese Fahrten den Teilnehmer*innen interessante Einblicke in das politische und historische Berlin. Die Fahrt begann mit einem Besuch im Deutschen Historischen Museum. Die dortige Dauerausstellung vermittelte einen umfassenden Einblick in rund 1500 Jahre Vergangenheit. Der Rundgang durch die Ausstellung führt durch die historischen Epochen der deutschen Geschichte im europäischen Kontext: Zu Beginn wird die Veränderung von Grenzverläufen in Deutschland und Europa und die Geschichte der deutschen Sprache thematisiert. Anschließend führt die Ausstellung vom Mittelalter über die Reformation und den Dreißigjährigen Krieg bis hin zum deutschen Kaiserreich und Ersten Weltkrieg. Zum Ende setzt sich die Ausstellung mit der Weimarer Republik, dem NS-Regime, der Geschichte beider deutscher Staaten bis zum Mauerfall und zur deutschen Einheit auseinander. Eine insgesamt sehr spannende Ausstellung, für die leider nur zu wenig Zeit zur Verfügung stand, um sich ihr umfassend zu widmen. Und so pickten sich die Teilnehmer*innen die zeitliche Epoche heraus, die sich am meisten persönlich interessierten, um sich dieser vertiefend widmen zu können. Der zweite Tag begann mit einer politischen Stadtrundfahrt. Unsere Begleitperson des BPA führte uns mit dem Bus quer durch Berlin und zeigte uns die Orte, die in der Vergangenheit und heute von besonderer historischer und politischer Bedeutung sind. Anschließend erwartete die Gruppe ein Informationsgespräch im Karl-Liebknecht-Haus, dem Sitz der Partei DIE LINKE. Aus einem anfänglichen Input heraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die gesellschaftlichen Herausforderungen, Alternativen zur neoliberalen Politik und die Rolle einer linken Partei. Zum Abschluss des Tages ging es in die Gedenkstätte Stille Helden. Sie erinnert an jene Menschen, die während der NS-Diktatur verfolgten Jüdinnen und Juden beistanden. Das Beispiel der vielfach als „stille Helden” bezeichneten Helferinnen und Helfer zeigt, dass es auch im nationalsozialistischen Deutschland und in den deutsch besetzten Gebieten Handlungsspielräume gab, Verfolgte zu unterstützen. Die Dauerausstellung informiert über die Verfolgung und die Zwangslage der Jüdinnen und Juden angesichts der drohenden Deportationen, über den Entschluss Einzelner, sich durch Flucht in den Untergrund der tödlichen Bedrohung zu widersetzen, sowie über das Handeln und die Motive derjenigen, die ihnen halfen. Dabei werden nicht nur geglückte Rettungen, sondern auch gescheiterte Hilfsversuche dokumentiert, was die Gruppe insgesamt sehr bewegte. Der Donnerstag begann mit dem Besuch des ZDF-Morgenmagazins, bei dem wir live zu Gast in der Sendung waren. Für viele Teilnehmer*innen war es das erste Mal, dass sie live bei einer Fernsehsendung zu Gast waren. Auch die anschließende Führung durch die Studios gefiel allen sehr gut. Der Rest des Tages widmete sich dem Deutschen Bundestag. Hier hatte die Gruppe zunächst ein fast zweistündiges Gespräch mit Niema Movassat über sein Leben als Abgeordneter, seine politische Arbeit und Inhalten der Fraktion, aber auch über Themen, die gerade aktuell in der Diskussion stehen und zu denen die Teilnehmer*innen Fragen und Anmerkungen hatten. Das Gespräch fand im Clara-Zetkin-Saal, dem Fraktionssaal der Linksfraktion statt, was auch noch einmal zu einer besonderen Atmosphäre beitrug. Von dort aus ging es in den Plenarsaal, genauer gesagt auf die Besuchertribüne von wo aus die Gruppe die Sitzung des Bundestages verfolgen konnte. Nach gut 50 Minuten war leider auch dieser Programmpunkt wieder vorbei und es ging hoch auf das Dach des Bundestages bzw. in dessen Kuppel, von wo aus sich schöne Ausblicke auf das abendliche Berlin boten. Erschöpft aber um viele Eindrücke und Erfahrungen reicher ging es am nächsten Tag mit dem Zug nach Hause in Richtung Ruhrgebiet.

Sie/Ihr habt Interesse an der Teilnahme an einer Informationsfahrt nach Berlin? Informationen zu den Fahrten gibt es hier oder aber in meinem Wahlkreisbüro in Oberhausen unter 0208/69691537 oder niema.movassat.ma05@bundestag.de

 

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