Nahost/Nordafrika

23.02.2012 | Top-Artikel | Logbuch

„Würde, Freiheit, soziale Gerechtigkeit“

VertreterInnen der Socialist Popular Alliance Party

Reisetagebuch Niema Movassat, Mittwoch 22.02.2012

„Der Kopf des alten Regimes ist ab, aber sein Körper lebt noch.“ Mit diesen Bild beschreibt uns ein Jugendaktivist der 6.April Bewegung, einer der tragenden Jugendbewegungen bei der ägyptischen Revolution, die derzeitige Situation im Land. Ungefähr 15 junge Menschen sind in der Tala Lounge zusammengekommen, um mit uns Abgeordneten zwei Stunden über ihre Revolution zu sprechen. Sie sind aus verschiedenen Bewegungen und Parteien. Die Tala Lounge wurde nach der Revolution mit deutschen Entwicklungshilfegeldern eingerichtet. Das Gebäude in der Nildeltastadt Tala bietet jungen Menschen die Möglichkeit zum Austausch und Vernetzung. Daneben gibt es noch in Kairo die Tahrir Lounge mit gleichem Konzept. Weitere Lounges sind geplant. Betrieben werden sie von den jungen Menschen selbst.

22.02.2012 | Presseecho

dradio.de: Linken-Bundestagsabgeordneter will wieder Verhandlungen mit Iran

dradio, 21.02.2012

Niema Movassat sieht letztlich keine Beweise für iranisches Atomwaffenprogramm

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat, Mitglied der deutsch-iranischen Parlamentariergruppe, hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, zum Dialog mit Iran zurückzukehren. Immer weitere "Sanktionsspiralen" seien nicht hilfreich, so Movassat.

Moderatorin: Im Iran wird im kommenden Monat ein neues Parlament gewählt. Letzte Woche präsentierte Präsident Mahmud Ahmadinedschad die angeblich neuesten Errungenschaften seiner Atomindustrie. Sie haben die Angst vor einer iranischen Atombombe erhöht. Auch das erklärt den zweiten Besuch von Experten der Internationalen Atomenergiebehörde binnen weniger Wochen im Iran. Niema Movassat hat iranische Eltern, sitzt für die Linkspartei im Bundestag und ist Vizevorsitzender der Deutsch-Iranischen Parlamentariergruppe. Einen schönen guten Morgen!

21.02.2012 | Logbuch

Ägypten ein Jahr nach der Revolution

Immer noch Zelte auf dem Tahrir Platz

Reisetagebuch Niema Movassat, Montag, 20.02.2012

Mildes Frühlingswetter umweht einen in Kairo jetzt im Februar 2012.  Am Sonntag, den 19.02.2012, bin hier angekommen. Gemeinsam mit einer Delegation von Abgeordneten des Ausschusses für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Bundestages. Die Straßen in der Hauptstadt Ägyptens sind verstopft wie eh und je. Die Menschen laufen in verschiedene Richtungen, hektisch geht es zu. Zwischen den Autos versuchen Menschen etwas zu verkaufen.

14.02.2012 | Presseecho

Abgeordneter mit iranischen Wurzeln: Niema Movassat

www.bundestag.de

Niema Movassat bewundert Karl Marx und Che Guevara, lehnt Kriege ab und kämpft gegen den Hunger in der Welt. Seit 2009 sitzt der 27-Jährige für die Partei Die Linke im Bundestag. Er ist Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und im Unterausschuss Gesundheit in Entwicklungsländern. An seine erste Rede im Plenum kann sich Niema Movassat noch gut erinnern. Wie ein Lämmchen, das zur Schlachtbank geführt wird, habe er sich auf dem Weg zum Rednerpult gefühlt, erzählt er. "Und dann habe ich mich auch noch gleich beim ersten Satz versprochen. Da dachte ich nur: Das fängt ja gut an." Dabei hatte er auf Parteitagen und Demos schon oft Reden gehalten. Aber im Bundestag zu sprechen, das sei eben doch ganz was anderes, erklärt der junge Mann.

13.02.2012 | Presseecho

Pressemeldungen zu Rede "Ägypten: Die Revolution geht weiter"

Aufgrund meiner Rede „Die Revolution geht weiter“ wurde ich in mehreren Veröffentlichungen zitiert (Das Parlament, und die Nachrichtenagenturen dpa und dpad):

Text dpa-Meldung

"[...]Für die Linke erklärte der Abgeordnete Niema Movassat, die Stiftungen seien wichtig, damit das Vertrauen der ägyptischen Bevölkerung zurückgewonnen werden könne. Das Vorgehen gegen die KAS “sei völlig inakzeptabel“. Movassat kritisierte gleichzeitig, dass die Bundesregierung “durch die Unterstützung der ägyptischen Diktatur“ schon früh Vertrauen verspielt habe.[...]"

09.02.2012 | Reden

Ägypten: Die Revolution geht weiter

See video

Auch ein Jahr nach dem Rücktritt des ägyptischen Diktators Mubarak nach wochenlangen Protesten von Millionen Menschen ist die Revolution in Ägypten noch lange nicht zu Ende. Noch immer kämpfen die Menschen um soziale Rechte, um Freiheit und Gerechtigkeit. Die Militärregierung geht unterdessen massiv gegen Menschenrechtsaktivitäten der ägyptischen Zivilbevölkerung vor. In diesem Zusammenhang wird auch Mitarbeitern der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kairo der Prozess gemacht. DIE LINKE verurteilt das Vorgehen gegen die Stiftung und gegen ägyptische Menschrechtsaktivisten. Aufgabe deutscher Politik ist es, weiterhin solidarisch mit der Demokratiebewegung in Ägypten zu sein.

08.02.2012 | Presseecho

ND: Für ein Ende des Tötens in Syrien sind alle

Neues Deutschland, Roland Etzel, 08.02.2012

Die Bundesregierung fordert »neue massive Sanktionen«, die LINKE will da Genauigkeit.

Der bürgerkriegsähnliche Konflikt in Syrien und das mittlerweile globale Kräftemessen um dessen Ausgang werden auch in Deutschland kontrovers diskutiert. Einig sind sich alle lediglich darin, dass der gegenwärtige Zustand nicht tolerierbar ist.

Die Bundesregierung will laut einer Sprechererklärung auch nach der Ablehnung der von ihr mit eingebrachten Resolution gegen Syrien im UN-Sicherheitsrat auf einen Führungswechsel in Damaskus dringen. Außenminister Guido Westerwelle erklärte, er wolle gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen Alain Juppé eine sogenannte Syrien-Kontaktgruppe ins Leben rufen. Vorbild einer derartigen Instanz ist nach seiner Erklärung die Libyen-Kontaktgruppe, wie sie im vergangenen Jahr bestand. Sie diente seinerzeit - neben dem NATO-geleiteten Luftkrieg - zur Koordinierung nichtmilitärischer Maßnahmen gegen die libysche Regierung. Weiter hieß es aus Berlin, man werde sich beim nächsten EU-Ministerrat für »massive Sanktionen« gegen die aktuelle Führung in Damaskus einsetzen.

18.01.2012

Syrien: "Wir kämpfen für den Sturz des Regimes"

Maggie Osama CC BY-NC-SA 2.0

Die Lage in Syrien ist sehr ernst. Täglich finden dort brutale Auseinandersetzungen zwischen dem Regime des Diktators Assad und der Opposition im Lande statt. Hier möchte ich gerne eine Pressemitteilung des "Nationalen Koordinierungsrates der Kräfte für demokratische Veränderungen in Syrien" dokumentieren, deren Inhalt ich unterstütze. Statt von außen darüber zu reden was gut und richtig für Syrien ist oder was falsch ist, ist es besser die Menschen zu Wort kommen zu lassen die tatsächlich betroffen sind und sich mit der Lage vor Ort auskennen:

17.12.2011 | Presseecho

SPIEGEL: Berlin bildet weiter ägyptische Soldaten aus

DER SPIEGEL, 51.Ausgabe vom 19.12.2011, Vorabmeldung vom 17.12.2011

Die Bundeswehr hält an einer engen Zusammenarbeit mit den ägyptischen Streitkräften fest – trotz deren umstrittener Rolle bei der Demokratisierung des Landes. Kairo sei in der Militärausbildung nach wie vor "uneingeschränkt förderungswürdig", schreibt das Verteidigungsministerium in einem Brief an den Linken-Bundestagsabgeordneten Niema Movassat. Deshalb bilde die Bundeswehr weiterhin jedes Jahr bis zu zehn ägyptische Militärs auf deutsche Kosten aus. Movassat hält dies angesichts der "zahlreichen Menschenrechtsverstöße des ägyptischen Militärs" für einen "Skandal" und fordert, die Ausbildungshilfe umgehend zu beenden. In Kairo herrscht seit dem Rücktritt Husni Mubaraks im Februar ein Militärrat, der kritische Massendemonstrationen zuletzt mit Gewalt niederschlagen ließ.

17.12.2011 | Presseecho

Zahlreiche Tote und Verletzte bei Gewalt in Ägypten

AFP, 17.12.2011, u.a. in Frankfurter Rundschau 17.12.2011

Ägyptische Sicherheitskräfte gehen brutal gegen Demonstranten vor. Im Zusammenhang mit dieser Berichterstattung greift die Nachrichtenagentur das folgende Zitat aus einem SPIEGEL Bericht von mir auf:

"[...]Das Magazin "Spiegel" berichtete, die Bundeswehr wolle weiterhin ägyptische Soldaten ausbilden. Die Zusammenarbeit sei "uneingeschränkt förderungswürdig", hieß es demnach in einem Brief des Bundesverteidigungsministeriums an den Linken-Bundestagsabgeordneten Niema Movassat. Dieser nannte die Kooperation wegen "zahlreicher Menschenrechtsverstöße" des ägyptischen Militärs einen "Skandal" und forderte, die Ausbildungshilfe umgehend zu beenden."

Inhalt abgleichen