Dienstreisen

Gerade in der Entwicklungspolitik - aber auch in der gesamten internationalen politischen Arbeit - ist es wichtig, sich persönlich ein Bild vor Ort von den Lebensbedingungen der Menschen zu machen, damit man weiß, worüber man redet. Deshalb bringt der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Notwendigkeit mit sich, relativ viele Dienstreisen zu machen. Hierbei muss man aber unterscheiden zwischen den verschiedenen Reisearten:

  • Einzeldienstreise: Hier reisen normalerweise jemand von der Regierung und der Opposition zusammen in ein Partnerland im Auftrag des Ausschusses. Man hat ziemlich viel Einfluss auf das Programm.
  • Delegationsreise: Einmal pro Jahr kann man gemeinsan mit anderen Abgeordneten des Ausschusses in ein Land reisen. Auch hier hat man Einfluss auf die Programmgestaltung.
  • Minister/Staatssekrätersreisen: Hier kann man manchmal mitreisen; allerdings hat man keinen Einfluss auf das Programm

Hinzu kommen noch Reisen, die die Parlamentariergruppen mit sich bringen sowie Fraktionsreisen.

09.03.2012 | Dienstreiseberichte | Presseecho

ND: "Wir erwarten solidarische Begleitung"

Neues Deutschland, 09.03.2012

LINKE-Politiker Movassat über die Wünsche der Jugend in Tunesien und Ägypten an deutsche Entwicklungspolitik. Der LINKE-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat weilte kürzlich mit einer Bundestagsdelagation in Tunesien und Ägypten. Zu seinen Eindrücken befragte ihn für »nd« Roland Etzel.

nd: Herr Movassat, Sie waren kürzlich mit einer Delegation des Bundestagsausschusses für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Tunesien und Ägypten. Ist dort inzwischen der politische Alltag eingezogen?
Movassat: Nein, es gibt immer noch große Auseinandersetzungen darüber, wie es weitergeht mit den Revolutionen. Gerade in Ägypten gibt es immer noch eine sehr starke Protestbewegung.

26.02.2012 | Dienstreiseberichte | Logbuch

Tunesien: Kampf um Frauenrechte, Toleranz und Demokratie geht weiter

Die Delegation mit der Frauenrechtsgruppe ATDF

Reisetagebuch Niema Movassat, Sonntag 26.02.2012

Wir verlassen Kairo. Auf dem Weg zum Flughafen zu unserem Flugzeug nach Tunesien kommen wir an Mubaraks altem Palast vorbei. Ein Mitarbeiter der Deutschen Botschaft zeigt uns die Stelle, an der die Panzer der ägyptischen Arme die Kanonen umdrehten – weg von den Demonstranten hin auf den Präsidentenpalast. Es war der Tag an dem das Militär Mubarak die Unterstützung entzog. Dies ist der letzte bewegende Eindruck aus Ägypten, aus Kairo, dieser hektischen Stadt. Tunis, die Hauptstadt des 10-Millionen Einwohnerlandes Tunesiens, in der unsere Parlamentsdelegation weniger Stunden später ankommt, ist völlig anders als Kairo.

23.02.2012 | Dienstreiseberichte | Logbuch

„Würde, Freiheit, soziale Gerechtigkeit“

VertreterInnen der Socialist Popular Alliance Party

Reisetagebuch Niema Movassat, Mittwoch 22.02.2012

„Der Kopf des alten Regimes ist ab, aber sein Körper lebt noch.“ Mit diesen Bild beschreibt uns ein Jugendaktivist der 6.April Bewegung, einer der tragenden Jugendbewegungen bei der ägyptischen Revolution, die derzeitige Situation im Land. Ungefähr 15 junge Menschen sind in der Tala Lounge zusammengekommen, um mit uns Abgeordneten zwei Stunden über ihre Revolution zu sprechen. Sie sind aus verschiedenen Bewegungen und Parteien. Die Tala Lounge wurde nach der Revolution mit deutschen Entwicklungshilfegeldern eingerichtet. Das Gebäude in der Nildeltastadt Tala bietet jungen Menschen die Möglichkeit zum Austausch und Vernetzung. Daneben gibt es noch in Kairo die Tahrir Lounge mit gleichem Konzept. Weitere Lounges sind geplant. Betrieben werden sie von den jungen Menschen selbst.

21.02.2012 | Dienstreiseberichte | Logbuch

Ägypten ein Jahr nach der Revolution

Immer noch Zelte auf dem Tahrir Platz

Reisetagebuch Niema Movassat, Montag, 20.02.2012

Mildes Frühlingswetter umweht einen in Kairo jetzt im Februar 2012.  Am Sonntag, den 19.02.2012, bin hier angekommen. Gemeinsam mit einer Delegation von Abgeordneten des Ausschusses für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Bundestages. Die Straßen in der Hauptstadt Ägyptens sind verstopft wie eh und je. Die Menschen laufen in verschiedene Richtungen, hektisch geht es zu. Zwischen den Autos versuchen Menschen etwas zu verkaufen.

22.11.2011 | Dienstreiseberichte | Presseecho

ND: In Westafrika droht eine weitere Hungersnot

Neues Deutschland, 22.11.2011

Weltgemeinschaft muss jetzt reagieren, um Katastrophe zu verhindern

Die schrecklichen Bilder vom Horn von Afrika sind nach wie vor aktuell. Noch immer hungern dort mehr als 13 Millionen Menschen. Ein Horrorszenario, das sich in der Sahelzone bald wiederholen könnte, wenn die internationale Gemeinschaft nicht bald handelt.

15.09.2011 | Dienstreiseberichte | Presseecho

ND: Die Häuser der Menschen werden zerstört

Niema Movassat über soziale Folgen von Weltmeisterschaft und Olympia im Ausrichterland Brasilien
Niema Movassat ist Mitglied des Deutschen Bundestages für die Fraktion DIE LINKE. Er ist stellvertretender Vorsitzender der deutsch-brasilianischen Parlamentariergruppe und reiste in dieser Funktion im Rahmen einer Delegationsreise im August durch verschiedene Teile Brasiliens. Die Vorbereitungen für die Fußball-WM 2014 und Olympia 2016 waren eines der Themen auf dieser Reise. Über die drohenden sozialen Auswirkungen der Infrastrukturmaßnahmen sprach mit ihm für ND Martin Ling.

13.09.2011 | Dienstreiseberichte | Presseecho

jW: Kampf gegen Belo Monte

junge Welt, 13.09.2011 | Schwerpunkt | Seite 3

Geplantes Megastaudammprojekt im Amazonas wird gravierende Folgen für die Menschen und die Umwelt haben. Von Niema Movassat

Wachstum. Immer mehr Wachstum – um jeden Preis. Das ist die Zauberformel, mit der die brasilianische Regierung das Land seit Jahren voranbringt. Seit der Einführung des exportorientierten Wachstumsmodells mit Beginn der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Luis Inácio »Lula« da Silva 2003 hat sich die Wirtschaftskraft des Landes verdoppelt, 40 Millionen Brasilianer sind in den vergangenen Jahren in die Mittelschicht aufgestiegen, annähernd 20 Millionen Brasilianer konnten sich aus der Armut befreien. Doch das Modell birgt auch viel Schatten. Die ökologischen Probleme sind enorm

27.05.2011 | Dienstreiseberichte

Reisebericht Sudan: Probleme nicht militärisch zu lösen

Im November 2010 besuchte ich gemeinsam mit meinen FraktionskollegInnen Jan van Aken, Christine Buchholz, und Kathrin Vogler den Sudan. Wir waren sowohl in Khartum im Norden als auch in Juba, der Hauptstadt des neu entstehenden südsudanesischen Staates. Bereits im Dezember habe ich die wichtigsten Schlussfolgerungen von der Reise hier veröffentlicht. Nun ist endlich der komplette Reisebericht, den ihr euch unten stehend herunterladen könnt, fertig.

15.12.2010 | Dienstreiseberichte

Sudan vor dem Referendum: Probleme nicht militärisch zu lösen

Straßenbild in Juba, Südsudan

Kurzfazit einer Reise in den Sudan im November 2010 von Jan van Aken, Christine Buchholz, Niema Movassat, Kathrin Vogler, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag

Wir sind zu einer Zeit in den Sudan gereist, in der die Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden. Am 9. Januar 2011 wird der Süden darüber abstimmen, ob er sich vom Sudan abtrennt. Mit diesem Referendum geht der CPA-Prozess seinem Ende entgegen.

15.11.2010 | Dienstreiseberichte

Unterwegs in Madagaskar und Lesotho

Vom 31.10.-13.11. habe ich zwei Dienstreisen absolviert. Eine Delegationsreise des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages (AWZ) führte nach Madagaskar und Lesotho. Die zweite war eine Reise verschiedener Bundestagsabgeordneter der Fraktion DIE LINKE in den Sudan. Hier ein kleiner vorläufiger Überblick über Hintergründe, Erlebnisse und die politisch brisantesten Punkte der Reise nach Madagaskar und Lesotho.

Madagaskar