Februar 2012

29.02.2012

Erklärung: Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt

Gerne dokumentiere ich auch auf meiner Webseite eine Erklärung der Friedensbewegung und der Friedensforschung gegen den drohenden Krieg gegen den Iran. Ich habe sofort unterzeichnet und würde mich freuen, wenn weitere LeserInnen ebenfalls mit ihrem Namen für diese gelungene Erklärung einstehen! ...Ich unterzeichne.

Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden

Der Konflikt mit Iran spitzt sich gefährlich zu. Das vom Westen geplante Ölembargo und der Boykott der iranischen Zentralbank sind gefährliche Interventionen. Schon einmal verhängten Großbritannien und USA in den 1950er Jahren ein Ölembargo gegen Iran, das zum Sturz der demokratisch gewählten Regierung Mossadegh führte. Die heute eingeleiteten Öl- und Finanzembargos treffen vor allem die Menschen im Iran.

29.02.2012 | Anträge

Die deutschen Kolonialverbrechen im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika als Völkermord anerkennen und wiedergutmachen

Drucksache Nr. 17/8767

Es ist nicht bestreitbar, dass das Deutsche Kaisserreich in Südwestafrika einen Völkermord verübte. Die Kolonialvergangenheit ist fester Bestandteil unserer Geschichte, deren Auswirkungen heute noch allseits spührbar sind. Mit diesem Antrag soll die Grundlage für einen ernst gemeinten Versöhnungsdialog mit Namibia 22 Jahre nach dessen Unabhängigkeit geschaffen werden und ein wichtiger Grundstein zur breiteren Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit in Deutschland gelegt werden.

27.02.2012 | Diverses | Reden | Action

"NEIN!" zum sogenannten "Rettungspaket"

Profiteure der Krise zur Kasse!

Der Bundestag entscheidet heute über ein zweites "Griechenland-Rettungspaket". Offiziell geht es um einen Betrag von bis zu 189,4 Milliarden Euro. Zuzüglich zu den 130 Milliarden, von denen überall die Rede ist, kommen die nicht ausgeschöpften 24,4 Milliarden Euro aus dem ersten Programm und eine Absicherung der Europäischen Zentralbank in Höhe von 35 Milliarden Euro. Das Geld wird allerdings nicht der griechische Bevölkerung zugute kommen, sondern geht ohne Umwege an die Gläubiger Griechenlands! Die griechischen Bevölkerung leidet unter den katastrophalen Folgen der diktierten Kürzungspolitik.

Der Kampf der griechischen Bevölkerung gegen den brutalen Abriss des Sozialstaats und die Zerstörung der Demokratie geht uns alle an! Gemeinsam müssen wir uns dagegen wehren, dass Beschäftigte, Arbeitslose und Rentnerinnen und Rentner für die Profite der Finanzkonzerne bluten müssen. Wir dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, denn Solidarität ist die wichtigste Waffe, die wir haben! Deswegen haben wir heute vor dem Bundestag gegen die Profiteure der Krise demonstriert. Sie sind es, die die Zeche zahlen sollten, denn sie haben Europa durch ihre Zockergeschäfte in den Ruin gewirtschaftet.

Hier eine gemeinsame Erklärung von Andrej Hunko, Ulla Jelpke und mir zum Thema:

26.02.2012 | Dienstreiseberichte | Logbuch

Tunesien: Kampf um Frauenrechte, Toleranz und Demokratie geht weiter

Die Delegation mit der Frauenrechtsgruppe ATDF

Reisetagebuch Niema Movassat, Sonntag 26.02.2012

Wir verlassen Kairo. Auf dem Weg zum Flughafen zu unserem Flugzeug nach Tunesien kommen wir an Mubaraks altem Palast vorbei. Ein Mitarbeiter der Deutschen Botschaft zeigt uns die Stelle, an der die Panzer der ägyptischen Arme die Kanonen umdrehten – weg von den Demonstranten hin auf den Präsidentenpalast. Es war der Tag an dem das Militär Mubarak die Unterstützung entzog. Dies ist der letzte bewegende Eindruck aus Ägypten, aus Kairo, dieser hektischen Stadt. Tunis, die Hauptstadt des 10-Millionen Einwohnerlandes Tunesiens, in der unsere Parlamentsdelegation weniger Stunden später ankommt, ist völlig anders als Kairo.

24.02.2012 | Video

Anonymous - Was ist ACTA?

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23.02.2012 | Dienstreiseberichte | Logbuch

„Würde, Freiheit, soziale Gerechtigkeit“

VertreterInnen der Socialist Popular Alliance Party

Reisetagebuch Niema Movassat, Mittwoch 22.02.2012

„Der Kopf des alten Regimes ist ab, aber sein Körper lebt noch.“ Mit diesen Bild beschreibt uns ein Jugendaktivist der 6.April Bewegung, einer der tragenden Jugendbewegungen bei der ägyptischen Revolution, die derzeitige Situation im Land. Ungefähr 15 junge Menschen sind in der Tala Lounge zusammengekommen, um mit uns Abgeordneten zwei Stunden über ihre Revolution zu sprechen. Sie sind aus verschiedenen Bewegungen und Parteien. Die Tala Lounge wurde nach der Revolution mit deutschen Entwicklungshilfegeldern eingerichtet. Das Gebäude in der Nildeltastadt Tala bietet jungen Menschen die Möglichkeit zum Austausch und Vernetzung. Daneben gibt es noch in Kairo die Tahrir Lounge mit gleichem Konzept. Weitere Lounges sind geplant. Betrieben werden sie von den jungen Menschen selbst.

22.02.2012 | Presseecho

dradio.de: Linken-Bundestagsabgeordneter will wieder Verhandlungen mit Iran

dradio, 21.02.2012

Niema Movassat sieht letztlich keine Beweise für iranisches Atomwaffenprogramm

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat, Mitglied der deutsch-iranischen Parlamentariergruppe, hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, zum Dialog mit Iran zurückzukehren. Immer weitere "Sanktionsspiralen" seien nicht hilfreich, so Movassat.

Moderatorin: Im Iran wird im kommenden Monat ein neues Parlament gewählt. Letzte Woche präsentierte Präsident Mahmud Ahmadinedschad die angeblich neuesten Errungenschaften seiner Atomindustrie. Sie haben die Angst vor einer iranischen Atombombe erhöht. Auch das erklärt den zweiten Besuch von Experten der Internationalen Atomenergiebehörde binnen weniger Wochen im Iran. Niema Movassat hat iranische Eltern, sitzt für die Linkspartei im Bundestag und ist Vizevorsitzender der Deutsch-Iranischen Parlamentariergruppe. Einen schönen guten Morgen!

21.02.2012 | Dienstreiseberichte | Logbuch

Ägypten ein Jahr nach der Revolution

Immer noch Zelte auf dem Tahrir Platz

Reisetagebuch Niema Movassat, Montag, 20.02.2012

Mildes Frühlingswetter umweht einen in Kairo jetzt im Februar 2012.  Am Sonntag, den 19.02.2012, bin hier angekommen. Gemeinsam mit einer Delegation von Abgeordneten des Ausschusses für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Bundestages. Die Straßen in der Hauptstadt Ägyptens sind verstopft wie eh und je. Die Menschen laufen in verschiedene Richtungen, hektisch geht es zu. Zwischen den Autos versuchen Menschen etwas zu verkaufen.

17.02.2012 | Presseecho

DerWesten: "Wulff-Rücktritt: Der Abschied fällt nicht schwer"

DerWesten, 17.02.2011, Marcel Sroka, Helen Sibum

[...]Als Christian Wulff vor knapp eineinhalb Jahren zum Bundespräsidenten gewählt wurde, sorgte der Oberhausener Bundestagsabgeordnete Niema Movassat für Wirbel mit dem Kommentar, die Entscheidung zwischen Wulff und Joachim Gauck sei gewesen wie die zwischen Pest und Cholera. Genugtuung verspürt der Parlamentarier der Linken nicht darüber, dass einer der von ihm Gescholtenen nun den Hut nehmen muss. Umso mehr gelte für die Nachfolge aber, was er mit seinem unglücklichen Vergleich damals habe sagen wollen: „Es wäre schön, wenn man nicht wieder die Wahl zwischen zwei Konservativen hätte.“ Dass Wulff zurückgetreten ist, begrüßt Movassat. „Dieser Bundespräsident war offenbar beseelt davon, alles umsonst zu bekommen. Wir müssen Korruption im Keim ersticken.“ Der Schnitt sei auch deshalb nötig gewesen, weil die Debatte wichtigere Themen wie die Eurokrise zu überlagern begonnen habe.

16.02.2012

Stopp ACTA Abkommen – für Transparenz und Demokratie!

CC BY 2.0 | flickr user: Alexander Lippling

ACTA – ein Begriff, dessen Inhalt vor allem bei Internetaktivisten zurzeit für heftige Kritik sorgt. Um was geht es? Mehrere Staaten bzw. Staatengemeinschaften, darunter auch die Europäische Union, wollen ein Handelsabkommen gegen „Produktpiraterie“ schließen („Anti-Counterfeiting Trade Agreement“). Das angeblich wachsende Problem der Fälschungen und der Piraterie soll mit dem Abkommen besser bekämpft werden können.