26.03.2010, Deutsche Welle, Richard A. Fuchs
Es ist die erste Mehrparteien-Wahl seit 1986 im Sudan. Ob sie frei und fair ist, werden die nächsten Wochen entscheiden. Ob sie dem Sudan zu mehr Stabilität verhilft, wird aber erst ein Referendum 2011 zeigen.
Ein Stapel von Wahlzetteln erwartet jeden der 16 Millionen registrierten Wähler am 11. April im Sudan. Bei ihrer ersten Wahl seit 1986 müssen die Bürger sich an einem Tag acht Mal entscheiden. Gewählt werden sollen der neue Präsident, die Nationalversammlung und die Gouverneure und Parlamente der Bundesstaaten. In der semi-autonomen Region Südsudan werden dazu noch ein Regionalpräsident und ein Regionalparlament eingesetzt. Und all das unter Anwendung verschiedenster Wahlverfahren, Abstimmungsmodi und Sonderregelungen.