26.01.2012 | Reden

Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan sofort beenden!

Persönliche Erklärung zum Antrag der Bundesregierung zur Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an dem Einsatz der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan gemäß § 31 GO BT:

Seit einem Jahrzehnt führt die NATO in Afghanistan unter dem Vorwand der "humanitären Intervention" und des "Krieges gegen den Terror" einen Feldzug für wirtschaftliche und geostrategische Interessen. Was ist das Ergebnis dieses modernen Feldzuges? Jahr für Jahr steigen die Opferzahlen - 2011 war das blutigste Jahr seit Beginn des Krieges. Die Infrastruktur des Landes wurde zu Grunde gerichtet, die Bevölkerung leidet an massiver Unterernährung und unbehandelten Krankheiten, sodass die Lebenserwartung rapide gesunken ist.

18.01.2012

Syrien: "Wir kämpfen für den Sturz des Regimes"

Maggie Osama CC BY-NC-SA 2.0

Die Lage in Syrien ist sehr ernst. Täglich finden dort brutale Auseinandersetzungen zwischen dem Regime des Diktators Assad und der Opposition im Lande statt. Hier möchte ich gerne eine Pressemitteilung des "Nationalen Koordinierungsrates der Kräfte für demokratische Veränderungen in Syrien" dokumentieren, deren Inhalt ich unterstütze. Statt von außen darüber zu reden was gut und richtig für Syrien ist oder was falsch ist, ist es besser die Menschen zu Wort kommen zu lassen die tatsächlich betroffen sind und sich mit der Lage vor Ort auskennen:

16.01.2012 | Action

Freiheit für Suat Kenan Demir – Freiheit für alle politischen Gefangenen des türkischen Staates!

Sehr gerne habe ich die folgende Erklärung als MdB mitgezeichnet!

Seit Monaten führt der türkische Staat durch landesweite Razzien systematische Verhaftungen von oppositionellen AktivistInnen durch. Unter ihnen befinden sich gewählte Abgeordnete und MandatsträgerInnen, Anwälte, JournalistInnen und SchriftstellerInnen, die die AKP-Regierung kritisieren und zur politischen Opposition gehören. Viele von ihnen sind Mitglied der demokratisch gewählten BDP oder SympathisantInnen dieser Partei. So auch Suat Demir, der seit Gründung der Partei DIE LINKE hier Mitglied ist und auch in der Türkei aktiv Politik macht. In der Stadt Der­sim ist Demir Kreis­spre­cher der BDP. Am 7. Januar 2012 wurde er während der Reise von Deutschland nach Dersim am Flughafen in Istanbul verhaftet. Seine Familie wurde über seinen Aufenthaltsort im Unklaren gelassen – er hat keinen Zugang zu Anwälten. Angeblich soll ihm am 8. Februar 2012 in Malatya der Prozess gemacht werden.

11.01.2012 | Presseecho

Handelsblatt: Niebels „Ämterpatronage“ erhitzt die Gemüter

Handelsblatt 11.01.2012

Die Personalentscheidungen von Bundesminister Dirk Niebel sorgen zwischen CDU und FDP für Streit. Den Vorwurf der Ämterpatronage, der nicht nur von Seiten des Koalitionspartners kam, weist Niebel verärgert zurück. [...]

09.01.2012 | Action

Dresden wir kommen - aller guten Dinge sind drei!!

Das Bündnis Dresden-Nazifrei ruft im Februar 2012 wieder zu Blockaden gegen den ehemals größten Naziaufmarsch Europas in Dresden auf. Damnit sich wie im letzten Jahr auch aus NRW wieder zahlreiche Busse auf den Weg nach Dresden machen, wurde das Bündnis "von NRW nach DRESDEN" reaktiviert und hat seine Arbeit wieder aufgenommen. Auf der Webseite des Bündnisses und auf der facebook Seite finden sich alle wichtigen Informationen dazu.

28.12.2011 | Presseecho

AZonline: Namibia-Auskunft für Die Linke

Nach „chaotischer Veranstaltung“ will Berlin „weitere Belastungen“ vermeiden

Allgemeine Zeitung online, Eberhard Hofmann, 28.12.2012

Die deutsche Bundesregierung möchte nicht noch einmal an einer Veranstaltung mit Namibiern teilnehmen, „die in einer solch chaotischen Weise“ durchgeführt wird, wie die umstrittene Totenschädelübergabe in Berlin im September dieses Jahres.

21.12.2011 | Presseecho

Radio Z: Keine Entschuldigung für deutsche Kolonialverbrechen

Radio Z, 20.12.2012

Die Bundesregierung verweigert weiterhin eine offizielle Entschuldigung für die Vertreibung und Vernichtung der Herero und Nama zwischen 1904 und 1908.

Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der Linken, kritisiert das Verhalten der deutschen Regierung gegenüber Namibia zum Thema Kolonialverbrechen als respektlos.

Ende September hatte die Berliner Charité Totenschädel von Opfern des Völkermords an den Herero und Nama an die Nachfahren der Opfer übergeben.

17.12.2011 | Presseecho

SPIEGEL: Berlin bildet weiter ägyptische Soldaten aus

DER SPIEGEL, 51.Ausgabe vom 19.12.2011, Vorabmeldung vom 17.12.2011

Die Bundeswehr hält an einer engen Zusammenarbeit mit den ägyptischen Streitkräften fest – trotz deren umstrittener Rolle bei der Demokratisierung des Landes. Kairo sei in der Militärausbildung nach wie vor "uneingeschränkt förderungswürdig", schreibt das Verteidigungsministerium in einem Brief an den Linken-Bundestagsabgeordneten Niema Movassat. Deshalb bilde die Bundeswehr weiterhin jedes Jahr bis zu zehn ägyptische Militärs auf deutsche Kosten aus. Movassat hält dies angesichts der "zahlreichen Menschenrechtsverstöße des ägyptischen Militärs" für einen "Skandal" und fordert, die Ausbildungshilfe umgehend zu beenden. In Kairo herrscht seit dem Rücktritt Husni Mubaraks im Februar ein Militärrat, der kritische Massendemonstrationen zuletzt mit Gewalt niederschlagen ließ.

17.12.2011 | Presseecho

Zahlreiche Tote und Verletzte bei Gewalt in Ägypten

AFP, 17.12.2011, u.a. in Frankfurter Rundschau 17.12.2011

Ägyptische Sicherheitskräfte gehen brutal gegen Demonstranten vor. Im Zusammenhang mit dieser Berichterstattung greift die Nachrichtenagentur das folgende Zitat aus einem SPIEGEL Bericht von mir auf:

"[...]Das Magazin "Spiegel" berichtete, die Bundeswehr wolle weiterhin ägyptische Soldaten ausbilden. Die Zusammenarbeit sei "uneingeschränkt förderungswürdig", hieß es demnach in einem Brief des Bundesverteidigungsministeriums an den Linken-Bundestagsabgeordneten Niema Movassat. Dieser nannte die Kooperation wegen "zahlreicher Menschenrechtsverstöße" des ägyptischen Militärs einen "Skandal" und forderte, die Ausbildungshilfe umgehend zu beenden."

14.12.2011 | Presseecho

allafrica.com: Germans 'Incited' Skulls Delegation

Eine weitere Reaktion auf die ausbleibende Entschuldigung der Bundesregierung für den Völkermord in Namibia aus der internationalen Presse:

allafrica.com, Magreth Nunuhe, 14.12.2011

[...] When asked by the Left Party MP, Niema Movassat, at a parliamentary sitting on November 30, if the German ambassador's words did not cause additional damage to the already strained relations "owing to the German government's scandalous treatment of the Namibian delegation" during their visit, Hoyer dismissed this assertion.

09.12.2011 | Presseecho

n-tv.de: Regierung entschuldigt sich nicht

Immernoch verweigert die Bundesregierung eine Entschuldigung für den Völkermord in Namibia. Auf Grund einer aktuellen Kleinen Anfrage zum Thema hat n-tv.de einen längeren Beitrag gebracht. Hier der zentrale O-Ton von mir zum Vorgehen der Bundesregierung gegenüber n-tv.de

Regierung entschuldigt sich nicht
Krieg gegen Herero und Nama, n-tv.de 9.12.2012

Die Bundesregierung lehnt eine Entschuldigung für den Feldzug gegen die Herero und Nama im heutigen Namibia weiterhin ab. Der Frage, ob es sich dabei um einen Völkermord gehandelt habe, weicht sie aus: Die entsprechende Resolution der UN habe damals noch nicht existiert.

[...] Der Linken-Abgeordnete Niema Movassat kritisierte, die Bundesregierung versuche seit über 20 Jahren, einseitig Versöhnung zu diktieren. "So geht das nicht", sagte er n-tv.de. "Was deutsche Kolonialtruppen in Deutsch-Südwestafrika damals anrichteten, war Völkermord - daran gibt es keinen Zweifel". Die Bundesregierung forderte er auf, "ihr respektloses Verhalten einzustellen und sich endlich bei den Nachfahren der Opfer zu entschuldigen".

05.12.2011 | Action

Erfolgreiches Protestwochenende gegen Petersberg II

Am vergangenen Samstag fand die zentrale Demonstration gegen die Petersbergkonferenz in Bonn statt. Tausende AktivistInnen trafen sich auf dem Kaiserplatz, um gegen die Kriegstreiber-Konferenz auf dem Petersberg zu protestieren und zu demonstrieren. Die Kriegstreiberstaaten der NATO wollten der Öffentlichkeit weiß machen, sie hätten Frieden nach Afghanistan gebracht. In Wirklichkeit wird am Hindukusch weiter Krieg geführt.

04.12.2011 | Logbuch | Action

Bericht Veranstaltung gegen den Afghanistankrieg

Malalai Joya und Niema

Am 01.12.2011 durfte ich namens der Linksfraktion im Bundestag im Bochumer Bergbaumuseum zusammen mit meinen Fraktionskolleginnen Sevim Dagdelen und Ingrid Remmers die afghanische Menschenrechtsaktivistin und Politikerin Malalai Joya begrüßen. Vor ca. 75 Besucherinnen und Besuchern ging sie aus afghanischer Sicht auf den nunmehr seit zehn Jahren laufenden NATO Krieg ein. Sie schilderte die dramatische Situation im Land, in dem Warlords, Kriegsverbrecher und Drogenbarone regieren und Korruption tagtäglich immer mehr Menschen ins Elend stürzt.

01.12.2011 | Kleine Anfragen

Umstände der Rückführung von Gebeinen von Opfern deutscher Kolonialverbrechen nach Namibia und die Entschuldigungs- und Versöhnungsfrage

Drucksache Nr. 17/7741

Kürzlich wurden Gebeine von Opfern des deutschen Völkermords in Namibia an eine namibische Delegation übergeben und repatriiert. Die Delegationsreise und Übergabe der Gebeine geschah unter höchst unwürdigen Umständen. Ausserdem ließ die Bundesregierung abermals eine Chance ungenutzt, den begangenen Völkermord als solchen zu benennen und sich offiziell für ihn zu entschuldigen. Die Reiseumstände und Gründe für das Ausbleiben einer Entschuldigung für den Völkermord sollen mit dieser Kleinen Anfrage beleuchtet werden.

01.12.2011 | Reden

Gewinnstreben vor Menschenleben – von Pharmafirmen vernachlässigte Krankheiten töten Millionen

Rede zu Protokoll

Herr Präsident! Meine Damen und Herren!

Das marktwirtschaftliche Prinzip von „Angebot und Nachfrage“ versagt nirgendwo so kläglich wie bei der Bereitstellung lebensrettender Medizin für die Ärmsten dieser Welt. Obwohl Gesundheit ein Menschenrecht ist, sterben jedes Jahr Millionen Menschen in den Entwicklungsländern an Infektionskrankheiten, für die es keine adäquaten Behandlungsmethoden gibt. Denn nur zehn Prozent der globalen Forschungsausgaben fließen in Krankheiten, die etwa 90 Prozent zur globalen Krankheitslast beitragen. Zu den vernachlässigten Krankheiten zählen heute laut der Weltgesundheitsorganisation WHO vor allem noch Malaria und Tuberkulose sowie weitere 17 tropische und armutsassoziierte Krankheiten.